Kurzinfo
Räume sind nicht nur Kulisse. Menschen
und Räume bedingen sich gegenseitig. Wir
gestalten unsere Umgebung – und
gleichzeitig prägen Orte unsere
Wahrnehmung, unser Verhalten, unsere
Werte und Lernprozesse.
Lernen findet nicht nur in
Unterrichtsräumen statt – die Welt selbst ist
ein vielfältiger und lebendiger Lernort.
Menschen und Räume bedingen sich
gegenseitig. Kein Ort in diesem Land wurde
nicht vom Menschen verändert oder
beeinflusst. Wir gestalten unsere
Umgebung – und gleichzeitig prägen Orte
unsere Wahrnehmung, unser Verhalten,
unsere Weltanschauung und unsere
Lernprozesse.
LERNORTE
Wenn Bildung nun die räumliche Isolation
verliert und aktiv den öffentlichen Raum
nutzt, entsteht eine offene, lebensnahe und
interaktive Lernkultur, die alle Menschen
erreichen kann.
Unser Beitrag
Unsere Entdeckerpfade bieten die
Möglichkeit, Räume bewusst wahrzunehmen
und wirken zu lassen. Zugleich bieten sie
Impulse, Räume zu erhalten oder neu zu
gestalten. Nur wer die komplexen
Zusammenhänge versteht, kann seine
Umwelt wertschätzen und schützen.
Quellen / weiterführende Literatur
Opaschowski, H. W., 2014, Bildung zwischen Raum und Zeit - In:
Schneider, M. (Hrsg.); Pries, M.
(Hrsg.): Bildungsräume in Bewegung. Perspektiven aus
Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis: Bielefeld, Bertelsmann
Igel, C. (Hrsg.), 2017, Bildungsräume. Proceedings der 25.
Jahrestagung der
Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft 5. bis 8. September
2017 in Chemnitz: Münster / New York, Waxmann
Fuchs, M., 2018, Urbane Bildung. Zur Entwicklung von Subjektivität
in der Stadt: URN urn:nbn:de:0111-pedocs-156544
Braun-Wanke, K. (Hrsg.); Wagner, E. (Hrsg.), 2020, Über die Kunst,
den Wandel zu gestalten. Kultur
Nachhaltigkeit - Bildung: Münster / New York, Waxmann
Bergold, R.: Ethische Bildung in der Erwachsenenbildung. Wie und
wozu?, 2007, IN: Bergold, R. (Hrsg.); Gisbertz, H. (Hrsg.); Kruip, G.
(Hrsg.): Treffpunkt Ethik. Internetbasierte Lernumgebungen für
ethische Diskurse.: Bielefeld, Bertelsmann
Wie Räume auf Menschen
wirken
•
Räume beeinflussen
Emotionen und Wohlbefinden.
Manche wirken beruhigend,
andere anregend.
•
Öffentliche Räume fördern
Begegnungen,
Kommunikation und
Gemeinschaft.
•
Räume können soziale
Barrieren abbauen, aber
zugleich auch Barrieren
darstellen.
•
Orte und Landschaften tragen
zur Entwicklung einer
regionalen Identität bei.
•
Räume verkörpern
Geschichte(n),
Zusammenhänge und Werte
und regen zum Nachdenken
und Reflektieren an.
•
Räume und Objekte können
durch ihre Gestaltung zum
Handeln anregen - zur
Bewegung, zum Engagement,
zur Interaktion…
•
Gleichzeitig verändern Räume
den Menschen, indem sie
Emotionen, Werte und
Handlungen beeinflussen.
Wie Menschen Räume prägen
Die menschliche Prägung von
Räumen hinterlassen bleibende
Spuren, die über Generationen
hinweg auf das Verhalten, die
Wahrnehmung und das
Zusammenleben der Menschen
wirken.
•
Gestaltung von Landschaften
durch Landnutzung,
Landwirtschaft, Städtebau
und Infrastruktur
•
Städte und Dörfer als
Ausdruck wirtschaftlicher
Entwicklungen, kultureller
und gesellschaftlicher Werte.
•
Architektur, Plätze und
Denkmäler dokumentieren
technischen Fortschritt,
ästhetische Vorstellungen und
unterschiedliche
Machtverhältnisse.
•
Zuschreibung von
Erinnerungen und
Bedeutungen
•
Einrichtung von Orten des
Miteinanders, der Kultur und
des Austauschs.
•
Dauerhafte Spuren durch
industrielle Entwicklungen,
Städtebau, Infrastruktur,
Abbau von Ressourcen,
Energieproduktion
•
Veränderung, Zerstörung und
Entwicklung von
Ökosystemen und
Landschaften.
•
Gestaltung von barrierefreien
Zugängen (z.B. am Strand)
und von Barrieren (z.B.
Treppen).
•
Von langfristigen
Bauvorhaben bis hin zu
kurzfristigen Installationen
oder Nutzungen -
unterschiedliche Konzepte
und Ansätze sind Ausdruck
sich verändernder Bedürfnisse
und Denkweisen.
R
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U
M
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